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Der EFA-Index liegt aktuell bei 2,197

Die EFA-Umfrage

Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft präsentiert erste Ergebnisse

Seit Ende vergangenen Jahres soll der EFA-Index als eine verlässliche Kenngröße Aufschluss darüber geben, wie es der Branche gerade geht. Stagniert der Handel? Erholen sich die Märkte? Gibt es Probleme bei der Auftragslage? Als Verband benötigt die EFA diese Informationen, um frühzeitig mit den richtigen Maßnahmen gegenzusteuern und sowohl Hersteller als auch den Handel zu unterstützen. Im Herbst vergangenen Jahres wurden in einem Pilotprojekt die ersten Zahlen erhoben (auch über einen Fragebogen in der „Kachelofen & Kamin“). Die EFA bedankt sich für die Mithilfe, die per Fax, Mail oder über das Befragungsportal www.soscisurvey.de/EFA_Index eingebracht wurde. Allein 230-mal wurde der Onlinefragebogen aufgerufen. Dieses Projekt lebt weiterhin von dieser Mithilfe. Nun präsentiert die EFA die Ergebnisse der letzten Umfrage. Der Fragebogen wurde nach sozialwissenschaftlichen Kriterien entwickelt, die Antworten statistisch ausgewertet. Der EFA-Index selbst setzt sich aus den Mittelwerten der Antworten zu insgesamt 16 Fragen zusammen. Dabei wurden Fragen zu den Bereichen Marktlage, Nachfrage, Preisniveaus und Wettbewerbssituation gestellt.

Der EFA-Index liegt aktuell bei 2,197.
Das bedeutet, dass die Branche neutral gestimmt ist – mit einer leicht positiven Tendenz. Auf der Index-Skala kann der Wert zwischen 1 (schlechte Stimmung) bis 3 (Höchststimmung) liegen. Der Wert 2 markiert die Mitte. Liegt der EFA-Index über 2, dann ist der Markt positiv gestimmt. Liegt er unter 2, dann entspricht das einer negativen Stimmung. Schaut man detaillierter auf die Ergebnisse der Befragung, beurteilten 84,5 Prozent der Befragten ihre betriebswirtschaftliche Situation als befriedigend oder sogar gut. 87,3 Prozent gaben an, dass das Preisniveau in diesem Jahr zumindest gleichgeblieben oder gestiegen ist. Allerdings rechnen die Befragten im kommenden Jahr eher mit einem niedrigeren Preisniveau, ein Drittel meint, dass die Preise fallen werden. Die Befragten waren zum größten Teil grundsätzlich zufrieden mit der Nachfrage, 11,3 Prozent gehen von einer gestiegenen Nachfrage aus. Die Branche merkt dennoch, dass der Wind schärfer bläst: 44,3 Prozent meinen, dass sich der Wettbewerb am Markt verstärkt hat. Die Wichtigkeit von Verbandsarbeit zeigen die Antworten auf die Frage nach Weiterbildung und Austausch. Drei Viertel der Befragten findet, dass Weiterbildung und Austausch etwa auf Messen und Treffen absolut notwendig sind. Eine besonders gute Nachricht: Nur für 14,1 Prozent ist unsere Branche unattraktiv. Das heißt im Gegenzug, dass ein Großteil unserer Befragten sich mit der Branche identifiziert. Auch aktuelle Fragen beschäftigen die Branche: 32,4 Prozent meinen, dass die aktuelle Diskussion von Abgasmanipulationen bei Kraftfahrzeugen in den Medien einen negativen Einfluss auf die Wahrnehmung unserer Branche hat. Hier stellen die Befragten dem Verband eine Aufgabe, der er sich in Zukunft stellen muss. Mit der Erhebung von weiteren Werten möchte die EFA ab sofort eine Entwicklung über die Halbjahre nachvollziehen. Natürlich nur, wenn viele Teilnehmer ein realistisches Bild abliefern. Alle Daten werden selbstverständlich absolut anonym und vertraulich behandelt und detailliert ausgewertet nach Einzelbereichen wie Markteinschätzungen, Geschäfts- oder Auftragslage.

Drei Fragen an Friedrich Allendorff, Vorstandsmitglied der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft und Ansprechpartner für den EFA-Index

Herr Allendorff, warum der EFA-Index?
Der Index selbst war nicht meine Idee, sondern kam von mehreren unserer Mitglieder. Ich habe als Diplom-Soziologe dann gerne die Aufgabe übernommen und den Index nach wissenschaftlichen Kriterien geplant und umgesetzt. Wir wollen mit dem EFA-Index dem Markt endlich eine Stimme verleihen und fühlen, wie die Branche aktuell tickt. Das ist für einen Verband wie den unseren absolut notwendig.

Wie schätzen Sie persönlich die Ergebnisse des Index ein?
Ich war zunächst überrascht darüber, wie unterschiedlich die Ergebnisse doch von anderen Branchenerhebungen waren. Die Befragten zeigten sich überraschend positiv gestimmt – obwohl sie ein absolut realistisches Bild vom Markt und seinen Herausforderungen haben. Das liegt vermutlich auch daran, dass wir anders als andere nicht nur Hersteller befragen, sondern die Branche in ihrer gesamten Breite abbilden. Das macht Mut, gibt uns als Verband jedoch auch die Aufgabe, uns um Herausforderungen wie Umweltschutz und unsere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu kümmern.

Wie geht es mit dem Index weiter?
Wir haben nun den Index etabliert, um regelmäßig die Branchenschau zu veranstalten. Der logische Partner hierfür war „Die Rote“, das für uns wichtigste Branchenblatt. So werden wir das auch weiter halten. Wir werden zwei Mal im Jahr die Befragung online und im Heft veröffentlichen, damit sich möglichst viele beteiligen können. Denn das ist das Pfund, mit dem der Index wuchern muss: die Bereitschaft der Branche, einen Einblick zu geben, Sorgen und Wünsche zu teilen und so ein realistisches Bild zu zeichnen. Dafür möchte ich mich bei allen Leserinnen und Leser bereits im Voraus bedanken.

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