Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V.
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Der EFA-Index liegt aktuell bei 2,477

Die EFA-Umfrage Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft präsentiert erste Ergebnisse

Der EFA-Index zeigt den Branchenblick ungefiltert: Wie entwickelt sich der Markt? Welche Probleme zeigen sich in der Branche? Welche Herausforderungen warten auf den Vertrieb? Die Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) hat in Zusammenarbeit mit dem Branchenblatt „Kachelofen & Kamin“ erneut rechtzeitig zum Saisonbeginn den EFA-Index erhoben. Damit haben die Unternehmen der Feuerstättenindustrie ein Instrument, um verlässlich einen Überblick über die Marktlage zu erhalten und die eigene Performance im Branchenvergleich einzuschätzen.

Der EFA-Index basiert auf einer wissenschaftlichen Online-Befragung, deren Antworten statistisch ausgewertet werden. Dabei ist die erste Prämisse die absolute Anonymität der Befragten, um ein neutrales und vorbehaltloses Bild der Situation zu erhalten. Das Pilotprojekt wurde nach der Etablierungsphase im Laufe diesen Jahres in den Regelbetrieb überführt und produziert somit in Zukunft Zahlen, die mit konstanten Methoden erhoben wurden. Damit wird in Zukunft vor allem eine zeitliche Entwicklung der Branche messbar sein und wertvolle Einblicke liefern.

Der eigentliche EFA-Index selbst setzt sich aus den Mittelwerten der Antworten zu insgesamt 16 Fragen zusammen. Dabei wurden Fragen zu den Bereichen Marktlage, Nachfrage, Preisniveaus und Wettbewerbssituation gestellt.

Der EFA-Index liegt aktuell bei 2,477. Auf der Index-Skala kann der Wert zwischen 1 (schlechte Stimmung) bis 3 (Höchststimmung) liegen. Der Wert 2 markiert die Mitte. Liegt der EFA-Index über 2, dann ist der Markt positiv gestimmt. Liegt er unter 2, dann entspricht das einer negativen Stimmung.

Damit ergibt sich eine leichte Steigerung im Vergleich zum Frühjahrsstand von 2,197. Diplom-Soziologe Friedrich Allendorff, Vorstandsmitglied der EFA und wissenschaftlicher Projektleiter, erklärt den Anstieg einerseits mit dem natürlichen Jahreszyklus der Branchenlogik aber auch mit einer positiven Grundtendenz in der Branche: „Wir als Verband merken schon, dass es vorsichtigen Optimismus in der Branche gibt – auch wenn natürlich alte Höchstzahlen längst noch nicht wieder erreicht sind“.

91 Prozent der Befragten ihre betriebswirtschaftliche Situation als befriedigend oder sogar gut. Das sind sechs Prozent mehr als im Frühjahr. Ebenfalls 91 Prozent gaben an, dass das Preisniveau in diesem Jahr zumindest gleichgeblieben oder gestiegen ist. Das ist eine Steigerung von vier Prozent gegenüber dem Frühjahr 2017. Nur noch 14 Prozent rechnen in Zukunft mit einer sinkenden Nachfrage, im Frühjahr waren das noch ein Drittel der Befragten. Fast gleich bleibt die Einschätzung des Wettbewerbs. 42,3 Prozent rechnen mit einem verschärften Wettbewerb (Frühjahr 2017: 44,3). Der Anteil derjenigen, die mit ihrer Branche unzufrieden sind, bleibt bei nur 14 Prozent.

Zusätzlich wurden die Teilnehmer befragt, ob sie eine europäische Verbandsarbeit für sinnvoll halten. Das Ergebnis ist bezeichnend und gibt dem Engagement der vielen Beteiligten an der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft recht: Nur 5 Prozent halten Verbandsarbeit auf europäischer Ebene für nicht sinnvoll.

Mit der Erhebung von weiteren Werten möchte die EFA auch in Zukunft eine Entwicklung über die Halbjahre nachvollziehen. Natürlich nur, wenn viele Teilnehmer ein realistisches Bild abliefern. Alle Daten werden selbstverständlich absolut anonym und vertraulich behandelt und detailliert ausgewertet nach Einzelbereichen wie Markteinschätzungen, Geschäfts- oder Auftragslage.

 

Interview:


Drei Fragen an Friedrich Allendorff, Vorstandsmitglied der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft und Ansprechpartner für den EFA-Index

Herr Allendorff, ein Jahr EFA-Index, wie ist Ihre Bilanz?
Die Bilanz bezogen auf den Index ist hervorragend: Wir haben hier ein verlässliches Messinstrument geschaffen, mit dem wir Marktgegebenheiten abbilden können. Unsere Idee hat sich somit bewährt. Ebenfalls bewährt hat sich die Idee, hier einen Wert für alle zu schaffen und keine Geheimwissenschaft daraus zu machen. Unseren Index kann sich die gesamte Branche ansehen. Egal ob Mitglied oder nicht. Dennoch freuen wir uns natürlich über diejenigen, die gerade wegen Projekten wie dem Index uns als Fachverband vertrauen und Mitglieder werden!

Wie schätzen Sie persönlich die Ergebnisse des Index ein?Es zeigt sich nach wie vor, dass es voran geht. Vielleicht nicht in Riesenschritten, aber dennoch spürbar. Eine solche Entwicklung schätze ich unternehmerisch auch wesentlich gesünder ein, als große Entwicklungssprünge, die sich später als Blasen oder heiße Luft herausstellen. Aber es zeigt sich auch: Für einen europäischen Verband wie die EFA bleibt noch viel zu tun!

Welche Trends können Sie aus dem Index noch ablesen?
Der Vertrieb wird immer bedeutender. Klar, verkaufen musste man seine Produkte schon immer. Aber wir merken auch an den Rücklaufquoten, immerhin über die Hälfte unserer Teilnehmer kamen aus dem Vertrieb, dass auch wir als Verband diesen Aspekt stärker betonen müssen. Ohne natürlich unseren Kern, die Produktion, Herstellung und Entwicklung, dabei aus den Augen zu verlieren.

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