Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V.
Rufen Sie uns an: +49 261 - 100 40 67

News  

So sehen perfekte Kaminabende aus: Moderne Feuerstätten im Überblick

Moderne Feuerstätten sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre und stehen heutzutage dank ihrer hochentwickelten Gerätetechnik für eine wirtschaftliche und umweltgerechte Verbrennung. Laut Umfragen wünscht sich jeder vierte Bundesbürger in den eigenen vier Wänden ein prasselndes Kaminfeuer.

In diesem Jahr rechnen Experten mit rund 300.000 verkauften Holzfeuerheizungen in Deutschland. Vor diesem Hintergrund geben die beiden in Europa führenden Fachverbände, der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. und die EFA – Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V., einen Überblick und stellen die wesentlichen Gerätetypen kurz vor.

Der Kaminofen: Große Auswahl für knisternde Romantik
Kaminöfen sind in Serie gefertigte Feuerstätten aus Stahl oder Gusseisen. Verkleidet mit Stahlblech, Naturstein oder Keramik heizen sie sich schnell auf und spenden schon nach kurzer Zeit eine angenehme Wärme. Sie stehen in verschiedenen Designs und Leistungsklassen zur Verfügung und lassen sich praktisch in jeder Wohnung aufstellen, die über einen geeigneten Schornstein verfügt. Sonderformen sind wasserführende Öfen, mit denen auch weitere Räume beheizt und warmes Wasser bereitet werden kann, und Speicheröfen, die die Kraft des Feuers durch eine massive Speichermasse speichern und über viele Stunden als Strahlungswärme abgeben.

Der Kachelofen: individuell gestaltet und handwerklich errichtet
Kachelöfen werden individuell vom Ofenbauer errichtet und dabei an das Wohnumfeld angepasst. Entweder als Bausatz geliefert oder in aufwendiger Handarbeit gefertigt, handelt es sich meist um liebevoll gearbeitete Einzelstücke, die eine klare Handschrift ihres Besitzers tragen. Abgestimmt auf die Einrichtung schaffen sie eine einzigartige Atmosphäre der Behaglichkeit. Ihr „Herzstück“ ist ein Heizeinsatz, der in Verbindung mit metallischem Wärmetauscher für schnelle oder mit einem keramischen Speicher für besonders lang anhaltende Wärme sorgt, die diese Art der Feuerstätte in besonderem Maße auszeichnet. Je nach Größe und Beschaffenheit des Gebäudes kann er ein ganzes Haus beheizen.

Küchenherde: Kochen und Heizen auf klassische Art
Wer über einen geeigneten Schornstein verfügt, kann seiner Wohnküche mit einem Küchenherd das besondere Ambiente verleihen. So kann man zugleich Kochen und die behagliche Wärme des Feuers genießen. Und selbst bei einem Strom- oder Gasausfall bleiben Küche und Essen warm, denn Brennholz lässt sich bequem zu Hause lagern und ist schnell zur Hand. So ist die Grundversorgung stets gesichert.

Geld vom Staat für wasserführende Pelletöfen
Der Pelletofen wird im Gegensatz zu anderen Kaminarten mit kleinen, genormten „Holzstiften“ befeuert. Die Pellets werden automatisch in den Brennraum befördert und elektrisch gezündet. Die Regulierung von Heizleistung und Verbrauch erfolgt manuell oder über eine Automatik. Pelletöfen erreichen nicht selten einen Wirkungsgrad von 90 Prozent und eignen sich somit besonders für ein effektives Heizen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst den Kauf von Pelletöfen mit Wassertasche. Wer jetzt ein Bestandsgebäude – keinen Neubau – mit einem solchen Gerät nachrüstet, erhält dafür 2.000 Euro als Basisförderung. Wer zudem den wasserführenden Pelletofen mit einer Solaranlage kombiniert, erhält einen zusätzlichen Kombinationsbonus von 500 Euro, wobei die Kollektoren noch zusätzlich gefördert werden.

Gaskamine: Komfortfeuer auf Knopfdruck
Gaskamine sind eine weitere Möglichkeit, das Feuer ins Heim zu holen und stehen für modernen Wohnkomfort. Sie werden gerne in Stadtwohnungen eingebaut, da kein Brennstoffvorrat angelegt werden muss. Komfortabel und sicher gelangt der Brennstoff mittels Erd- oder Flüssiggasleitung direkt ins Haus und weiter in den Gaskamin. Gas verbrennt sauber und besonders schadstoffarm und ist durch die öffentliche Versorgung fast überall sofort verfügbar.

Heizeinsätze für offene Kamine: Gut für die Umwelt, gut für den Geldbeutel
Der Heizkamin ist eine Weiterentwicklung des klassischen offenen Kamins. Von seinem Vorläufer unterscheidet er sich vor allem darin, dass er mit einem modernen Heizeinsatz – einem geschlossenen Feuerraum –  ausgestattet ist. Der Heizkamin verfügt über eine Sichtscheibe, die den Blick auf die tanzenden Flammen freigibt. Er sorgt für wenig Emissionen und geringen Wärmeverlust und schont damit die Umwelt und den Geldbeutel gleichermaßen. Falls im Haus ein offener Kamin vorhanden ist, empfiehlt es sich, ihn mit einer Heizkassette nachzurüsten. Eine optimale Luftzufuhr und die besondere Konstruktion steigern den Wirkungsgrad von 20 auf mehr als 70 Prozent.

zurück