Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V.
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Technisches Meeting zu raumluftunabhängigen Feuerstätten

Es ist ein heißes Branchenthema: der Anschluss von Feuerstätten an Luft-Abgas-Schornsteine. Um die üblichen Probleme und mögliche Lösungen ging es beim Technischen Meeting der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) am 3. Juli 2018 beim Gastgeber Raab im sachsen-anhaltischen Luckenau bei Zeitz. Zentral war dabei der Aspekt „raumluftunabhängig“.

Das Podium der Veranstaltung war hochkarätig besetzt. Professor Dr.-Ing. Jens Bolsius von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden (HTW) vertrat die aktuelle Forschung. Ebenfalls als technische Experten eingeladen waren Michael Erlhof und Markus Schlichter, beide vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und Dirk Rolle vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Den wichtigen Bereich der softwarebasierten Schornsteinberechnung repräsentierte Matthias Greiner von Hottgenroth Software. Die  Prüfstellensicht brachte Dennis Droll von der Rhein-Ruhr Feuerstätten Prüfstelle (RRF) ein.

Dr. Heinrich Göddeke, Geschäftsführer der EFA und branchenweit anerkannter Experte für Schornstein- und Feuerungstechnik, moderierte die teilweise sehr kontrovers geführte Diskussion. Wichtigstes Ergebnis: Es wurde eine gemeinsame Stellungnahme zu diesem Thema verfasst, die die derzeitige Situation technisch und rechtlich klarstellt. Der Verband versucht mit den Beteiligten, eine zeitgemäße Überarbeitung der Musterfeuerungsverordnung diesbezüglich zu erreichen.

Ein weiteres Thema war der Einsatz von Feuerstätten vor so genannten hoch gedämmten Wänden. Aktuell gibt es hier noch Unklarheiten, die jedoch durch eine Änderung der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) zu lösen wäre. Die Teilnehmer des Meetings regten eine Überarbeitung der Formulierung an. Ebenfalls informiert wurde über die anstehende Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes, die Messpflicht für Feuerstätten nach der in Arbeit befindlichen Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) sowie die Diskussion über Novellierungen des Bundesimmisionsschutzgesetzes (BImSchV).

Äußerst positiv wurde das Technische Meeting der EFA von den Teilnehmern im Publikum aufgenommen. Dabei schätzten die Besucher besonders die Möglichkeit des Mitdiskutierens und die frühzeitige Information über branchenrelevante Veränderungen der Mitglieder des Verbandes. Die Themen des Meetings werden den Verband sicherlich auch zur Herbsttagung der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft im österreichischen Graz beschäftigen, die vom 7. bis 8. November stattfindet. Zu dieser Veranstaltung sind auch wie schon beim  Technischen Meeting auch Nicht-Mitglieder eingeladen.
 

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